Über mich

Aller Anfang ist schwer! Der Weg hierher war nicht immer einfach für mich. Aber ich würde um keinen Preis der Welt etwas ändern wollen. Meine Erfahrungen haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin - und ich habe auch aus meinen Fehlern gelernt. Davon können sich die Besucher meiner Seite überzeugen.


Meine Geschichte

Es braucht echten Mut, um zu entscheiden, dass deine Berufung im Leben darin besteht, Maler zu sein. Den Umständen geschuldet fand ich früher keine reellen Möglichkeiten diese Berufung auf Dauer zu leben.
Aber manchmal spielt das Leben anders als man denkt und alles wird gut.
Die Anfänge zur Malerei hatte ich schon damals in meiner Jugend bei meinem Onkel, dem Suhler Bildhauer Erich Wurzer und dem Meininger Kunstmaler Hans Hattop erfahren. Beide Künstler bestätigten mir ein großes Talent und gaben mir viel für meinen Weg mit.
Aus der damaligen politisch für mich sehr problematischen Zeit, konnte und wollte ich mich  nicht der damaligen Kunsthierarchie  anpassen. Der SED Staat war der selbständigen freischaffenden Kunst (mit eigenen Meinungsausdruck) sehr kritisch eingestellt und viele Künstler wurden so auch politisch verfolgt. Wer jemals den lästigen und auch dummen Fragen der Kulturfunktionäre Rede und Antwort stehen musste, kann mich hier sehr gut verstehen.
Unter dieser Kunstdiktatur hatte ich für mich keine mögliche Existenz und keine Perspektive, eigentlich keine Chance gesehen.
Eine Verantwortung für unsere junge Familie verlangte auch  materielle Grundlagen, die ich letztendlich dann mit meiner Arbeit in der Arbeiterversorgung in Großbetrieben, mit einem regelmäßigen für die damalige Zeit guten Einkommen, absicherte.
Nach einer Reihe von Ereignissen im späteren Leben habe ich mich jedoch genau dafür entschieden meiner Berufung zu folgen.
Die Sterne schienen sich  Mitte der Neunziger Jahre für mich günstig auszurichten und motivierten mich dazu, den Entschluss zu fassen, die nächsten Jahrzehnte künstlerisch tätig zu sein.
Ohne formale akademische Kunstausbildung, habe ich mich autodidaktisch weitergebildet, mit Künstlern über Ihre Werke und die Art der persönlichen Technik gesprochen und über viele Jahre viel über die Kunst gelernt. Die ersten Jahre malte ich hauptsächlich Landschaftsbilder und Blumenstillleben. Die moderne Malerei entdeckte ich  in der Sonderausstellung des MOMA in Berlin im Jahre 2004.
Seit nun mehr  50 Jahren lernte ich stetig immer weiter, um die Grundlagen der bildenten Kunst, speziell der Malerei zu erfassen und auch für mich anzuwenden. In den Jahren nach 2005 fand ich mehr Zeit und Muße genau meinen Intuitionen zu folgen, meinen Geist zu beruhigen und Kraft durch das Malen zu schöpfen.
Mein Unterbewusstsein und meine Vorstellungen  auf die Leinwand zu bringen gab mir Kraft und seelische Stärke. Gerade auch abstrakte geometrische Kunst, die Gestaltung von Formen und Flächen im Bezug zu den Farben, gibt mir ein beruhigendes Gefühl, einen harmonischen Gesamtzustand.
Vor etwa 15 Jahren begann ich, als Ergebnis eines langen Beziehungsendes und einer daraus folgenden Reihe von schweren Gesundheitsproblemen, dann aktiv und regelmäßig mit der Malerei, was für mich dann durch viel Glück auch ein neuer Anfang mit meiner jetzigen Frau wurde.
Kunst jeglicher Art ist wie ein Nektar für die Seele der Menschen, das konnte ich so selber erfahren. Grundsätzlich male ich meine Bilder zur Freude für die Menschen, die wirtschaftliche Seite ist für mich unbedeutend.
Auch die Kunstwerke brauchen die Menschen, die Auseinandersetzung mit der Darstellung und den Gedanken und der Aussage des Kunstschaffenden ist enorm wichtig.
Nur durch Ausstellungen und Zugang zu den Menschen werden die Kunstwerke (Gemälde) zum Leben erweckt, ohne den Betrachter erschließt sich das Bild nicht, es existiert nicht, es ist wie nach unbekannt verschwunden. Kunstwerke die im Depot schlummern  verlieren Ihren Zweck zur eigentlichen Erschaffung.
Ich mache gerne Ausstellungen, eine positive Rückmeldung durch den Betrachter erfüllt mich mit großer Freude.
Ausstellungen gerade in diesen schwierigen Zeiten sind deshalb enorm wichtig, die Kunst hat viele Funktionen auf die Emotionen der Menschen.
Leider sind in diesen wirtschaftlich problematischen Zeiten viele Künstler sehr unsolidarisch und sehen in jedem Künstler eine neidvolle Konkurrenz. Gerade das Gegenteil dazu ist auch der Sinn der Kunst, nicht der unbedingte materielle Erfolg. Viel Licht und viel Schatten begleiteten mich all die Jahre und hinterließen seine Spuren.
   

Zu meiner Person

1952 in Gräfenroda (Ilmkreis) geboren,  1967 nach Suhl gezogen,
Schule: mittlere Reife,
1968 bis 1971 den Beruf des Koches erlernt, danach bei der HO in Suhl gearbeitet. Die Arbeitsbedingungen waren eine Katastrophe, der Küchenmeister  Alkoholiker, die Köche Choleriker und auch an der Theke sehr aktiv.
Danach habe ich ab 1973  als Koch in der Feinmess in Suhl gearbeitet. 1974 geheiratet, 1975 wurde unser Sohn geboren.  Weiterbildung zum staatl. geprüften Wirtschaftsleiter, danach eine Qualifizierungsmaßnahme zum Ing.  Ökonom an der Betriebsakademie des VEB Carl- Zeiss Jena abgeschlossen. In den 1980ziger Jahren hatte ich dann als Abteilungsleiter für mehrere  Betriebsküchen im Kombinat VEB Carl- Zeiss Jena bis zur Wendezeit  meine Tätigkeit.
In der Wendezeit wurde das Kombinat VEB Carl- Zeiss - Jena abgewickelt.  Ich fand eine Anstellung bei der ehemaligen Bezirkshygieneinspektion und konnte eine Lehrküche in der Alexander- Gerbig- Straße in Suhl mit aufbauen.
1992 wurde ich von der AOK Südthüringen übernommen, dann habe ich eine Qualifikation an der UGB Gießen zum Ernährungsberater  abgeschlossen und war 6 Jahre in diesem Fach für die AOK Thüringen berufstätig.
1998 habe ich dann als selbständiger  Ernährungsberater noch 10 Jahre gearbeitet.
Die Kunst war schon immer mein wichtigster Faktor für mein Leben. Ich hatte das Glück bei meinem Onkel, dem Suhler Bildhauer Erich Wurzer eine Förderung zu bekommen. Mein Onkel vermittelte mich auch zu dem Meininger Maler Hans Hattop, der oft in das Atelier meines Onkels kam, um mir Privatstunden zu geben. Er hatte mir viel über Farbtechnik, Kontraste, Räumlichkeit und Bildaufbau gelernt. Auch die Grundlagen der Malerei und das Zeichnen haben wir geübt.  Das Atelier meines Onkels lag gleich neben meiner Arbeit in Suhl am Holunderbusch. Wir hatten viele schöne Gelegenheiten über die Kunst und Ihre persönlichen Auffassungen und Ausdruck dazu zu sprechen.
Seit nunmehr über 15 Jahre beschäftige ich mich sehr intensiv mit der Malerei, besonders Lernprogramme aus dem Internet, Kunstliteratur und Kontakte zu Künstlern konnten meine Tätigkeit verbessern,
Nun zu der Frage, warum ich schon soviel in der Schweiz war? Also in Suhl angekommen eröffneten sich viele neue Möglichkeiten, vor allem hatten wir einen Prima Fernsehempfang, was zu dieser Zeit in anderen Orten sehr selten war.  Ich habe mir Sendungen über Kunst und Musik förmlich eingesogen. 1968- Jimmy Hendrix, das zu sehen, dass war für mich wie der Urknall in der Musikwelt. Dann 1969 wurde der  Film "Easy Rider "von Dennis Hopper vorgestellt. Das war total cool, wie der Peter Fonta und der Dennis Hopper auf ihren modernen Motorrädern (Chopper  CMC Captain - America) durch Amerika fuhren. Als Filmmusik wurde, unter anderen, der Titel "Born to be wild" von Steppenwolf verwendet.  Der Frontmann von Steppenwolf ist John Kay, ein deutsch- kanadischer Rockmusiker. Dieser kam 1945 mit seiner Mutter aus Ostpreußen und blieb 3 Jahre in Arnstadt. Da habe ich nachgeforscht, der Steppenwolf ist ein Mann aus dem gleichnamigen Roman von Herrmann Hesse. Herrmann Hesse lebte viele Jahre in Ascona am Lago Maggiore (Tessin). Dort auf dem Berg "Monte Verita" hatte sich eine Künstlerkolonie angesiedelt. Die Leute dort lebten frei und natürlich.  Das hat in mir immer den Wunsch leben lassen, irgendwann, das alles selbst zu sehen. 1990 war es dann soweit, meine erste Reise wurde endlich  Realität, viele Reisen folgten noch. Ich habe das Land kennengelernt und auch zu schätzen und zu lieben gelernt. Besonders die kleinen Dörfchen in den Seitentälern haben für mich etwas zauberhaftes.  Ich konnte mich mit den älteren Menschen dort unterhalten, über die Geschichte, die Armut früher und über das Heute. Viele Bilder habe ich dort gemalt- gegenständliche Kunst.